Natur-Kompendium

Rosenwurz und seine Wirkung: Ein neuer Stern am Gesundheitshimmel?

Rosenwurz

Rosenwurz (Rhodiola rosea) ist in der Volksmedizin und Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) als Adaptogen bekannt. Adaptogenen wird nachgesagt, dass sie den Körper bei Stress unterstützen. Viele Anwendungen von Rhodiola basieren auf bestehenden Traditionen und alternativmedizinischen Überzeugungen. Es existieren jedoch auch einige wissenschaftliche Studien, die sich mit Rosenwurz und Rosenwurz-Extrakten auseinandersetzen.

Die Inhaltsstoffe von Rosenwurz und ihre Bedeutung

In einem Übersichtsartikel listen Brown, Gerbarg und Ramazanov (2002) sechs verschiedene Stoffgruppen auf, die in Rosenwurz vorkommen. Dabei betonen die Autoren, dass andere Vertreter der Pflanzenart abweichende Inhaltsstoffe besitzen können. Deshalb sei die Unterscheidung zwischen Rhodiola rosea und anderen, verwandten Arten sehr wichtig. Darauf sollten Sie auch achten, wenn Sie ein Mittel mit Rosenwurz kaufen.

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Phenylpropanoide

Phenylpropanoide sind in ätherischen Ölen enthalten und zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Zu den Phenylpropanoiden in Rosenwurz gehören:

  • Rosavin
  • Rosin
  • Rosarin

Rosarin kommt laut Brown, Gerbarg und Ramazanov nur in Rosenwurz vor. Der Rosaringehalt wird deshalb als wichtiges Kriterium für die Qualität eines Präparats, das Rosenwurz beinhaltet, betrachtet.

Flavonoide

Flavonoide gehören ebenfalls zu den sekundären Pflanzenstoffen, die zu den Inhaltsstoffen von vielen weiteren Arten neben Rhodiola gehören. Darüber hinaus werden diese Stoffe aus Rhodiola den Antioxidantien zugerechnet, von denen positive Auswirkungen auf die Gesundheit bekannt sind. Wissenschaftler vermuten, dass die positiven Effekte von grünem Tee, Mate und vielen Gemüsesorten auch durch die enthaltenen Antioxidantien vermittelt werden.

Antioxidantien dienen im Körper als Radikalfänger, da sie freie Radikale hemmen. Freie Radikale verursachen oxidativen Stress an den Zellen und tragen somit zur Alterung bei. Darüber hinaus können solche Schäden an den Zellen zur Entstehung von Krankheiten wie Krebs beitragen. Obwohl Rosenwurz historisch mit der Behandlung von Stresskrankheiten und in Einzelfällen sogar mit der Behandlung von Krebs in Verbindung gebracht wurde, sind solche Anwendungen von Rhodiola (noch) nicht ausreichend wissenschaftlich begründet, obwohl einige wenige Tierversuche erste Hinweise dafür liefern, wie vielseitig Rhodiola möglicherweise ist.

Phenylethanol-Derivate

Zu den Phenylethanol-Derivaten in Roswnwurz gehören Salidroside bzw. Rhodioloside, die anderen Quellen zufolge auch zu den Glykosiden gerechnet werden können. Die Salidroside sollen eine angstlösende und antidepressive Wirkung auf den Menschen haben.

Des Weiteren enthält Rhodiola rosea Tyrosol, das wie die Flavonoide zu den Antioxidantien gehört. Tyrosol kommt in verschiedenen alkoholischen Getränken vor, darunter Wein, Bier und Wermut – aber auch in Olivenöl und Arganöl. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Verzehr von Olivenöl Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Tyrosol könnte bei diesem Mechanismus eine Rolle spielen. In einer Laboruntersuchung bestätigten Forscher eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung von Tyrosol auf Endothelzellen.

Monoterpene und Triterpene

Monoterpene und Triterpene, die in Rosenwurz vorkommen, lassen sich unter dem Begriff Terpenoide zusammenfassen. Rosenwurz enthält vier verschiedene Terpenoide:

  • Rosiridol
  • Rosaridin
  • Daucosterol
  • Beta-Sitosterol

Rosiridol kommt nicht nur in Rosenwurz vor, sondern auch in anderen Arten der Familie Rhodiola, zum Beispiel in Rhodiola sachalinensis. Rosiridol und andere Terpenoide aus Rosenwurz sind bislang noch nicht gut erforscht. Die meisten Quellen, die den Stoff erwähnen, stellen lediglich fest, dass Sie die Substanz in Rosenwurz finden.

Phenolsäuren

Bei den Phenolsäuren in Rosenwurz handelt es sich um chlorogene Phenolsäure, Hydroxyzimtsäure und Gallussäure. Verschiedene Studien mit anderen Pflanzen als Rosenwurz belegen zum Beispiel für die Gallussäure eine antioxidative Wirkung.

Anwendung von Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Rosenwurz kommt als Pflanze in vielen Ländern Eurasiens vor und wächst auch in großen Höhen. In Skandinavien und Russland gilt Rhodiola als traditionelles Heilmittel, das unter anderem die körperliche Ausdauer verbessern soll. Darüber hinaus wurde und wird es in der Volksmedizin bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, die es verbessern soll:

  • Höhenkrankheit
  • Anämie
  • Infektionen wie Tuberkulose, Grippe und Erkältungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Potenzstörungen
  • Schmerzen
  • Kopfschmerzen
  • neurologische Erkrankungen
  • Ermüdung
  • Depression

Die meisten dieser angenommenen Wirkungen, die Brown, Gerbarg und Ramazanov (2002) zusammengetragen haben, sind jedoch nicht hinreichend mit wissenschaftlichen Studien abgesichert. In der modernen Komplementärmedizin kommt Rhodiola rosea zum Beispiel als Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz. Rosenwurz-Präparate können Sie teilweise auch als nicht verschreibungspflichtiges Medizinprodukt kaufen. In verschiedenen Ländern ist es beispielsweise in Tabletten- oder Kapselform auf dem Markt.

Eine allgemeine Empfehlung zur Dosierung von Rhodiola rosea gibt es nicht. Wenn Sie ein Mittel mit Rosenwurz einnehmen, sollten Sie sich jedoch immer an die Empfehlung des Herstellers halten, die für dieses bestimmte Produkt gilt. Mit einer höheren Dosis erzielen Sie nicht zwingend einen besseren Effekt.

Rosenwurz als traditionelles pflanzliches Medizinprodukt in der EU

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) bewertete im Jahr 2012 Rosenwurz-Trockenextrakt im Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel. Der Ausschuss kam zu dem Ergebnis, die Studienlage über Rhodiola weise bisher einige qualitative Defizite auf.

Aufgrund seiner langen Verwendung in europäischen Ländern könne Rosenwurz jedoch als traditionelles pflanzliches Medizinprodukt genutzt werden, zumal innerhalb der angedachten kurzen Anwendungsdauer von zwei Wochen keine schweren Nebenwirkungen zu erkennen seien. Klinische Studien hätten ausreichend Hinweise geliefert, um ein Trockenextrakt aus Rhodiola rosea als Adaptogen zu bezeichnen, das Stresssymptome lindern kann.

Rosenwurz als Adaptogen

Die Komplementärmedizin versteht unter einem Adaptogen einen Stoff, der unspezifisch verschiedene Stresssymptome verbessert. Typischerweise ist diese Wirkung nicht auf einen Funktionsbereich beschränkt, sondern bezieht sich sowohl auf den Körper als auch auf die Psyche.

Nach Kelly (2001) wird Rosenwurz deshalb als vor allem von russischen Quellen als Adaptogen anerkannt. Laut Kellys Zusammenfassung von verschiedenen Studien könnte Rhodiola rosea für weitere Anwendungen infrage kommen, die auch in der Übersichtsartbeit über Rosenwurz von Brown, Gerbarg und Ramazanov zusammengefasst wurden (siehe oben).

Wenn Sie Rhodiola als Adaptogen zu sich nehmen möchten, sollten Sie Ihre Erwartungen jedoch realistisch halten. Es ist möglich, dass sie sich durch die Einnahme von Rosenwurz weniger gestresst fühlen und Symptome wie geistige Ermüdung nachlassen. Das legen Studien nahe, die zum Teil sogar doppelblind durchgeführt wurden, um einen Placebo-Effekt auszuschließen. Kelly diskutiert Rhodiola in seinem Artikel als mögliche Alternative zu Ginseng-Mitteln.

Rhodiola in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Die traditionelle Anwendung von Rosenwurz ist nicht auf Europa und Russland begrenzt. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) nutzt die Rhodiola rosea ebenfalls. Die TCM schreibt Rosenwurz vor allem stimmungsverbessernde und anregende Eigenschaften zu. So soll die Pflanze beispielsweise depressive Verstimmungen lindern, das Nervensystem anregen und die Leistungsfähigkeit verbessern. Bei diesen Anwendungen von Rosenwurz handelt es sich ebenfalls um eine Art der Volksmedizin, deren Wirksamkeit mit naturwissenschaftlichen Methoden nur wenig erforscht ist.

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Wer darf Rosenwurz einnehmen?

Wenn Sie schwere Beschwerden haben, sollten Sie grundsätzlich einen Arzt aufsuchen und nicht versuchen, die Beschwerden mit Rhodiola oder einem anderen pflanzlichen oder synthetischen Mittel selbst zu behandeln. Auch bei leichten, aber dauerhaften Symptomen ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren. Sollten Sie unter einer Krankheit leiden, klären Sie außerdem mit Ihrem Behandler ab, ob Rosenwurz für Sie infrage kommt. Bedenken Sie dabei auch mögliche Wechselwirkungen zwischen Rosenwurz und Medikamenten, die Sie eventuell einnehmen. Grundsätzlich ist bei Erkrankungen der Leber und der Nieren Vorsicht geboten, da diese Organe für den Abbau vieler Stoffe verantwortlich sind.

Bevor Sie mit der Einnahme von Rhodiola rosea beginnen, sollten Sie sich informieren, ob das konkrete Produkt für Sie geeignet ist. In der Regel richten sich Präparate mit Rosenwurz an Personen, die älter als 18 Jahre sind. Da keine Untersuchungen mit Rhodiola über schwangere und stillende Frauen vorliegen, die die Ungefährlichkeit bestätigen, sollten Sie Rosenwurz in diesen Lebenslagen sicherheitshalber nicht zu sich nehmen. Beachten Sie in jedem Fall die Packungsbeilage und halten Sie sich an die dort angegebenen Empfehlungen. Unsere Hinweise in diesem Artikel sollen Ihnen lediglich einen ersten Eindruck vermitteln, wann Sie Rhodiola in Betracht ziehen können.

Wissenschaftliche Studien über Rosenwurz

Im Folgenden finden Sie einige Studien, die sich mit Rosenwurz und seiner Wirkung beschäftigen. Insgesamt ist die Studienlage über Rhodiola, wie auch die Europäische Arzneimittel-Agentur feststellte, noch stark verbesserungsfähig. Es beseht deshalb noch ein großes Potenzial für weitere wissenschaftliche Arbeiten über Rosenwurz. In den meisten Untersuchungen steht eine mögliche stresslindernde Wirkung von Rhodiola rosea im Vordergrund. Viele Studien verwendeten nicht die ganze Pflanze oder einzelne Teile von Rhodiola, sondern ein Extrakt aus Rosenwurz. Tabletten, Kapseln und andere Präparate mit Rhodiola können in der Praxis unterschiedlich stark dosiert sein.

Rosenwurz bei Stress und geistige Ermüdung

In einer Studie von Spasov und Kollegen (2000) erhielten Studierende während der Prüfungszeit entweder eine Tablette mit einem Extrakt aus Rosenwurz oder ein Placebo. Diejenigen, die Rhodiola rosea erhielten, schnitten in verschiedenen Funktionstests objektiv besser ab:

  • körperliche Fitness
  • neuro-motorischer Test
  • geistige Ermüdung

Darüber hinaus schätzten die Studierenden, die Rosenwurz in Tablettenform einnahmen, ihr Wohlbefinden subjektiv besser ein als die Kontrollgruppe, die statt Rhodiola ein Placebo erhielt.

Jówko und Kollegen kamen 2016 zu einem etwas anderen Ergebnis. In dieser Studie fanden die Forscher keine Wirkung von Rosenwurz auf die körperliche Leistung. Die psychomotorische Leistung der Probanden war im Vergleich zu einer Placebo-Kontrollgruppe jedoch ebenfalls besser, wenn sie Rhodiola rosea zu sich genommen hatten.

Eine andere Forschungsgruppe um Shetsov untersuchte 2003 ebenfalls Ermüdungserscheinungen, dieses Mal ausschließlich auf die kognitive Leistungsfähigkeit der Probanden bezogen. Die Versuchsgruppe, die Rosenwurz erhielt, zeigte geringere Ermüdungserscheinungen als eine Placebo-Gruppe und eine Gruppe, die gar kein Mittel erhalten hatte. Die Differenz zwischen den beiden Gruppen war statistisch signifikant, d. h. die Verbesserung durch Rhodiola war nicht durch einen Zufall bedingt.

Shetsov und Kollegen prüften darüber hinaus, ob die Dosierung von Rosenwurz das Ergebnis beeinflusste. Sie teilten die Versuchsgruppe deshalb in zwei Untergruppen. Die eine Gruppe erhielt zwei Kapseln eines Präparats mit Rhodiola rosea, was einer üblichen Dosis entsprach. Die andere Subgruppe bekam drei Kapseln mit Rhodiola und somit eine Dosis, die um 50 Prozent über der üblichen Menge lag. Die Forscher konnten zwischen den beiden unterschiedlichen Dosierungen von Rosenwurz jedoch keinen signifikanten Unterschied feststellen.

Eine andere Studie von Darbinyan und Kollegen (2000) konzentrierte sich auf die Ermüdung bei jungen Ärzten, die in einer Nachtschicht arbeiten und gesund waren. Die Teilnehmer absolvierten vor und nach ihrer Schicht einen Test, um festzustellen, wie sehr sie ermüdetet waren. Die Gruppe, die ein Extrakt aus Rosenwurz erhielt, zeigte nach der Nachtschicht etwas bessere Ergebnisse als die Gruppe, die kein Rhodiola erhalten hatte – d. h. sie waren tendenziell weniger ermüdet als die Placebo-Gruppe. Dieser Effekt war jedoch nur in in den ersten beiden von den insgesamt drei Wochen erkennbar.

Während der zweiten Woche erhielten die Probanden kein Rosenwurz (und auch kein Placebo), da diese Phase ursprünglich als „Ausspül-Phase“ gedacht war. Der Körper sollte die Wirkstoffe von Rhodiola abbauen, um anschließend noch einmal die Wirksamkeit in der dritten Woche zu testen. Obwohl die Teilnehmer in der dritten Woche wieder das Präparat erhielten, zeigte sich hier kein Unterschied zwischen Rosenwurz und dem Placebo. Die genaue Ursache dafür ist unklar. Die Forscher vermuten jedoch, dass die „Ausspül-Phase“ nicht wie geplant funktionierte. Die Einnahme von Rosenwurz hätte in der dritten Woche deshalb unter anderen Bedingungen stattgefunden als zu Beginn der Untersuchung.

Rosenwurz bei Depressiven Symptomen

Die schwedischen Forscher Panossian, Wikman und Sarris betrachteten die Anwendungsmöglichkeiten in ihrem Übersichtsartikel 2010 noch breiter. Demnach besitze Rosenwurz außerdem das Potenzial, psychische Beschwerden wie Angst und leichte bis mittelschwere Depressionen zu mildern. Darüber hinaus soll Rosenwurz bei einem Burnout zu Verbesserungen führen. Die Wissenschaftler griffen zudem die bereits erwähnte Reduktion von Ermüdungserscheinungen auf, die bei der Einnahme von Rhodiola eintreten kann.

Obwohl die zusammengetragenen Studienergebnisse über die möglichen Wirkungen von Rosenwurz vielversprechend klingen, sind sie eher unspezifisch. Auch in diesem Anwendungsfeld von Rhodiola und anderen Adaptogenen besteht noch großer Forschungsbedarf, um die möglichen Effekte genauer zu verstehen und die Wirksamkeit besser abzusichern, sofern sie sich in weiteren Studien bestätigt.

Im Rahmen einer Depression zeigen sich häufig Symptome, die denen von allgemeinem Stress ähneln. Insbesondere das Gefühl der mentalen Erschöpfung ist vielen Menschen vertraut, die unter Depressionen leiden. Leider lassen sich die Ergebnisse von Studien mit Gesunden jedoch nicht ohne Weiteres auf psychische Krankheiten übertragen.

Eine neuere Studie von 2015 verglich die Wirksamkeit von Rosenwurz mit der Wirksamkeit von Sertralin. Bei Sertralin handelt es sich um ein herkömmliches Antidepressivum, das zum Beispiel unter dem Namen Zoloft im Handel ist. Die Patienten, die an dieser Studie teilnahmen, litten unter einer leichten bis mittelschweren Depression. Sie erhielten entweder ein Placebo, ein Mittel mit Rhodiola oder Sertralin. Rosenwurz erwies sich wie erwartet als weniger wirksam als Sertralin, zeichnete sich jedoch durch signifikant weniger Nebenwirkungen aus. Ein Problem dieser Studie besteht darin, dass die Wirksamkeit bei keinem der beiden Wirkstoffe signifikant vom Placebo abwich – weder bei Rosenwurz, noch bei Sertralin. Sertralin ist eigentlich gut erforscht und seine gilt nicht als umstritten. Möglicherweise ist die geringe Stichprobengröße dafür verantwortlich, dass die Forscher in diesem Fall keinen signifikanten Effekt nachweisen konnten. Die Studie zeigt jedoch eine Tendenz. Andere klinische Untersuchungen stellten ebenfalls fest, dass Rosenwurz bei den Probanden keine schweren Nebenwirkungen verursachte.

Rosenwurz für mehr Körperliche Leistung

Schon die Studie von Spasov und Kollegen, die wir unter dem Punkt Stress und geistige Ermüdung angeführt haben, erwähnte eine verbesserte Fitness bzw. eine geringere Ermüdung von Studierenden, die während der Prüfungsphase ein Präparat mit Rosenwurz einnahmen.

In einer anderen Studie mit Marathon-Läufern konnten die Forscher um Shanely (2013) keinen Unterschied zwischen Personen feststellen, die Kapseln mit oder ohne Rosenwurz erhielten. Dabei wurde nicht nur die Leistung beim Laufen berücksichtigt, sondern auch die sportbedingte Muskelschädigung und der Muskelkater nach dem Marathon. Die Einnahme begann einen Monat vor dem Marathon und endete eine Woche danach. Die Forscher vermuten, dass die Dosierung für erfahrene Sportler für eine so anspruchsvolle körperliche Belastung nicht hoch genug war. Die Sportler erhielten 600 mg Rosenwurz-Extrakt pro Tag. Bei der Betrachtung der genannten Zahl sollten Sie jedoch beachten, dass Leistungssportler im Allgemeinen einen höheren Nährstoffverbrauch besitzen.

Auch andere Forscher beschäftigten sich damit, wie sich Rosenwurz auf die körperliche Leistung auswirken kann. Mithilfe eines Sporttests stellten De Bock und ihre Kollegen 2004 fest, dass sich die Ausdauer leicht verbesserte, wenn die Probanden Rosenwurz zu sich nahmen. Sie erhielten dazu eine Kapsel, die insgesamt 200 mg eines Extraktes aus Rosenwurz beinhaltete. Eine Kontrollgruppe erhielt ein Placebo. Die Reaktionszeit im Sporttest wurde hingegen nicht davon beeinflusst, ob die Personen Rosenwurz oder ein Placebo erhalten hatten.

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