Natur-Kompendium

Teebaumöl - das Allroundtalent aus der Natur

Teebaumöl

Schon die Aborigines erkannten vor tausenden von Jahren die heilenden Eigenschaften der Teebaumblätter. Bis heute ist das daraus gewonnene Teebaumöl eines der kostbarsten und wirkungsvollsten Öle, das aus Pflanzen gewonnen wird. Es wird nicht nur in der Kosmetik verwendet sondern hat seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel auch in der Naturheilkunde seine Daseinsberechtigung.

Was ist Teebaumöl?

Der Teebaum stammt aus Australien und gehört im botanischen Sinne zu den Myrtengewächsen. Es wirkt antibakteriell und findet daher vor allem in der Heilung seine Anwendung, unter anderem als natürliches Antibiotikum. Teebaumöl wird hergestellt, indem die Blätter mit Dampf destilliert werden.

Herstellung von Teebaumöl

Teebaumöl wird mit der so genannten Dampfdestillation hergestellt. Obwohl es viele verschiedene Arten der Destillation gibt, wird das Öl nahezu überall mit der Wasserdampfdestillation hergestellt. Mit dieser Methode können die wichtigen und wirkungsvollen Inhaltsstoffe besonders schonend gewonnen werden. Es wird eine Destillation der Blätter vorgenommen und durch Wasserdampf wird in der Folge das reichhaltige ätherische Öl aus diesen Blättern freigesetzt. Hier erkennt man auch den bekannten würzigen und sehr aromatischen Duft aus den Blättern wieder. Will man die komplette Heilwirkung des Teebaumöls ermöglichen, muss man es in Reinform gewinnen.

Für 10 Liter reines Teebaumöl muss man 1000 Kilogramm Blattwerk sammeln und für etwa drei Stunden destillieren. Die Kosten für die Gewinnung des kostbaren Öls sind daher ziemlich hoch.

Die Entwicklungsgeschichte des Teebaumöls

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Das heilende Öl wird, wie es der Name bereits verrät, aus dem australischen Teebaum gewonnen. Der botanische Name des Teebaums lautet Melaleuca Alternifolia. Um das wertvolle Teebaumöl zu gewinnen, werden die Blätter des Baumes ausgepresst.
Der Teebaum hat eine relativ kurze Wachstumsphase und somit kann er sich in kurzer Zeit eigenständig wieder erneuern. Somit ist der Bestand der Teebäume auch bei großer Aberntung nicht gefährdet.

Die ersten Menschen, die die heilende Wirkung von Teebaumöl erkannten, waren die Aborigines. Sie begannen schon vor Jahrtausenden damit, die gesammelten Blätter zu zerkleinern und daraus Schlammpackungen herzustellen.
Sie nutzten großblättrige Teebaumarten, um beispielsweise Grippe, Erkältungen oder auch Verstopfungen zu behandeln. Dazu wurden die zerkleinerten Blätter in Wasser zerkocht und der entstandene Dampf inhaliert oder aber der Sud getrunken.
Man geht davon aus, dass sie die kleinblättrigen Teebaumarten auch nutzten, indem sie deren Blätter zerkleinerten und daraus Wundauflagen herstellten, die sie dann auf ihre Wunden legen konnten. Die erste wissenschaftliche Destillation von Teebaumöl fand im Jahr 1925 statt. Daraus ergab sich die Erkenntnis, dass das Öl sowohl bakterizide als auch fungizide Wirkstoffe besitzt.

Teebaumöl war bis zu dem Tag, an dem das Penicillin entdeckt wurde sogar die einzige antiseptisch wirkende Alternative zu Phenol. Es entwickelte sich von da an schnell als meist verwendetes Antiseptikum für Operationen. Noch wurde das Öl aus den Wildbeständen Australiens gewonnen, sodass weniger als 10 Tonnen im Jahr produziert werden konnten.

Durch die Entwicklung neuer Antibiotika rückte die Verwendung von Teebaumöl für einige Jahre eher in den Hintergrund. Doch seit den 70er Jahren feiert es als natürliches Produkt sein Comeback und wird immer beliebter. Anhand der Produktionsmengen, die sich von etwa 80 Tonnen pro Jahr in den 80ern bis auf 750 Tonnen pro Jahr in den 90ern erhöht haben, kann man erkennen, dass sich das Teebaumöl seit vielen Jahren wieder zunehmender Beliebtheit erfreut.
Der englische Seefahrer James Cook hat den Teebaum im Jahre 1770 während einer Expedition in Australien entdeckt. Zum einen fiel ihm der aromatische Duft der Bäume auf und zum anderen beobachtete er die Aborigines dabei, wie sie die Blätter und die Rinde des Teebaums zu einem Sud verarbeiteten. Daraufhin ließ er diesen Sud zubereiten und setzte ihn für die Heilung von allerlei Hautkrankheiten ein, die die Schiffsmannschaft durch Vitaminmangel bekamen. Außerdem importierte er Teebaumpflanzen nach England, um deren heilende Wirkung genauer zu erforschen. In der heutigen Zeit erlebt das Teebaumöl ein neues Hoch. Obwohl gerade die Schulmedizin große Fortschritte macht und es in kurzer Zeit immer mehr Medikamente für allerhand Krankheiten gibt, werden die Menschen trotzdem immer kranker. Daraus entsteht ein neues Bedürfnis nach natürlicher Heilung. Insbesondere für weniger schwere Erkrankungen nutzt die Naturheilkunde ätherische Öle zur Heilung des Körpers und Stärkung des Immunsystems. Auch als natürliches Antibiotikum wird es weiterhin eingesetzt.

Sowohl die Schulmedizin als auch die Pharmaindustrie haben das Teebaumöl für sich entdeckt. Es ist inzwischen Bestandteil von vielen Arzneimitteln. Außerdem wird es in der Naturkosmetik verwendet und findet sich in Shampoos und Hautcremes wieder. Auch private Hausapotheken sind mit Teebaumöl bestückt, weil es so vielseitig einsetzbar ist.

Inhaltsstoffe des Teebaumöls

Die desinfizierende, antibakterielle, antivirale und auch fungizide Wirkung des Teebaumöls hilft beispielsweise bei der Heilung von Erkältungen und Grippe, aber auch Herpes und Hautkrankheiten, wie Akne. Ebenfalls ist es ein wirksames Mittel gegen Entzündungen. Auch ungebetene Besucher, wie Milben, Zecken, Flöhe und Läuse können mit dem ätherischen Öl effektiv beseitigt werden.

    Teebaumöl besteht aus rund 100 einzelnen Stoffen enthält unter anderem folgende Wirkstoffe:
  1. Terpinen-4-ol (etwa 40%)
  2. Terpinen (etwa 20%)
  3. Terpineol und Terpinolen
  4. Myrthen, Pinen , Phellandren
  5. P-Cymen , Limonen
  6. Cineol

Anwendung von Teebaumöl

Das ätherische Öl gilt sowohl für körperliche als auch psychische Erkrankungen als wirkungsvoll. Einige der Anwendungsgebiete sind:

    Bei Infektionskrankheiten

    Teebaumöl ist ein häufig angewendetes Mittel gegen Infektionen und Erkältungskrankheiten unterschiedlichster Art. Gerade bei Halsentzündungen hat sich die orale Anwendung bewährt.

    Bei Hautkrankheiten

    Durch die antibakterielle, entzündungshemmende und wundheilende Wirkung ist Teebaumöl prädestiniert für die Behandlung von diversen Hautkrankheiten. Zur Behandlung werden dabei ein paar Tropfen des Öls auf die betroffenen Hautstellen gegeben. Behandelbar sind beispielsweise Ekzeme und Warzen, aber auch Akne oder Pickel. Ebenso effektiv kann es zur Behandlung von Pilzerkrankungen verwendet werden.

    Bei psychischen Erkrankungen

    Durch die Ähnlichkeit mit Majoran, kann Teebaumöl auch bei psychischen Erkrankungen helfen. Es ist bereits wissenschaftlich erwiesen, dass sich das Öl sehr gut eignet, um Ängste zu bekämpfen und das Selbstvertrauen des Betroffenen zu stärken.

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    Kosmetik mit Teebaumöl

    Teebaumöl wird neben vielen weiteren ätherischen und natürlichen Ölen vor allem in der Kosmetik angewendet und gilt als Allheilmittel gegen allerlei Krankheitsbilder, die auf Bakterienbefall basieren. Man findet es beispielsweise in Cremes gegen unreine Haut oder Shampoos gegen schnell fettendes Haar. Aber auch in Aknemitteln und Produkten für die Mundhygiene ist es zu finden.
    Beim Kauf von Teebaumölprodukten zur kosmetischen Anwendung sollte man grundsätzlich darauf achten, dass der Anteil des Teebaumöls relativ hoch ist. Nur wenn es hoch dosiert und in absolut reiner Form enthalten ist, kann es seine volle Wirkung entfalten. Wie hoch der Anteil des Teebaumöls im Produkt ist, kann man anhand der Inhaltsstoffe erkennen. Je weiter oben es auf dieser Liste erscheint, desto höher ist der Anteil des Öls im Produkt. Leider findet man in den meisten Produkten nicht mehr als etwa ein Prozent Teebaumöl, sodass es seine effektive Wirkung aufgrund der geringen Menge gar nicht richtig entfalten kann. Abhilfe schafft man, indem man einfach reines Teebaumöl verwendet oder aber Naturprodukte kauft, die einen extra hohen Anteil des Öls enthalten. Außerdem hat man die Möglichkeit, sich selbst ein Öl aus unterschiedlichen Ölen zusammenzustellen. Diese Methode eignet sich beispielsweise hervorragend zur Behandlung von Pickeln. Man kann betroffene "infizierte" Hautpartien manchmal nicht von gesunden unterscheiden und muss daher die Konzentration des Teebaumöls verringern, um die gesunden Hautpartien vor Irritationen oder Kontaktallergien zu schützen, aber die Wirkung des Teebaumöls dennoch zu erhalten. Für die Vermengung mit Teebaumöl hat sich Mandelöl besonders bewährt.

Teebaumöl richtig anwenden

Natürlich muss man das kostbare Teebaumöl richtig anwenden, damit es seine volle Wirksamkeit entfalten kann und die Erkrankung effektiv behandelt werden kann. Wichtig ist, dass das zu verwendende Öl aus den Blättern des besagten Teebaumes "Melaleuca Alternifolia" oder auch "Melaleuca Aetheroleum" gewonnen wurde. Zu erkennen ist dies meist in der Liste der Inhaltsstoffe, die sich auf der Verpackungsrückseite befindet. Das Teebaumöl kann nur dann richtig wirken, wenn es sich um reines Öl handelt. Werden bei der Herstellung des Öls weitere Rohstoffe verwendet, schränkt dies die hohe Wirkung des Teebaumöls ein. Wer zudem darauf achtet, Teebaumöl aus biologischer Herstellung zu verwenden, kann davon ausgehen, dass das Öl definitiv frei von Pestiziden ist.

    Anwendung auf der Haut

    Die Nutzung von Teebaumöl auf der Haut ist sehr weit verbreitet und schon seit Jahrtausenden bekannt. Das Öl wird für diese Anwendung, am besten in reiner Form, auf die zu behandelnden Hautpartien aufgetragen. Die Verwendung von reinem Teebaumöl spielt auch hier eine wichtige Rolle, da es bei Vermischungen mit anderen Stoffen schnell zu Hautreizungen und Kontaktallergien kommen kann.
    Für eine wirkungsvolle Behandlung reichen meist schon ein bis zwei Tropfen des wertvollen Öls. Es wird, je nach Anwendung, auf die entzündete Hautpartie oder aber eine Narbe gegeben. Dieser Vorgang wird dann am besten mehrere Male pro Tag wiederholt. Reines Teebaumöl eignet sich für die Behandlung von kleinen betroffenen Stellen. Ist die zu behandelnde Hautpartie aber größer oder der Anwender hat eher eine empfindliche Haut, sollte man ein wenig Teebaumöl mit einem weiteren Öl, einem so genannten Trägeröl, vermischen. Dafür sind beispielsweise Kokosöl oder auch Mandelöl sehr gut geeignet.
    Für die äußere Anwendung werden außerdem auch Vollbäder und Fußbäder genutzt. Dabei werden mehrere Tropfen Öl in das Wasser gegeben und mit weiteren Zusätzen, wie beispielsweise Meersalz, ergänzt.

    Innere Anwendung

    Die innere Anwendung hilft beispielsweise gegen Halsschmerzen. Man sollte die orale Behandlung mit Teebaumöl jedoch vorsichtshalber immer mit seinem behandelnden Arzt absprechen, da es trotz guter Wirkung viele Einschränkungen für die Anwendung gibt. Diese sind beispielsweise:

    • Schwangerschaft und Stillzeit
    • Kinder jeden Alters (mögliche Überdosierung mit Nebenwirkungen)
    • Asthmatiker

Nebenwirkungen von Teebaumöl

Reines Teebaumöl ist ein Naturprodukt und Nebenwirkungen können bei richtiger Anwendung so gut wie ausgeschlossen werden. Allerdings kann es bei einzelnen Anwendern zu allergischen Reaktionen kommen. Treten Allergien auf, sollte zur weiteren Klärung sicherheitshalber ein Arzt aufgesucht werden. Teebaumöl sollte weder für die Augen noch für die Schleimhäute verwendet werden, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.

Teebaumöl gehört in jede Hausapotheke

Da Teebaumöl ein so großes Wirkungsspektrum aufweist und es so viele Anwendungsmöglichkeiten gibt, ist es naheliegend, dass es in jede private Hausapotheke gehört. Egal ob es sich um kleine Entzündungen, Wunden oder einfach nur Hautunreinheiten handelt, Teebaumöl ist für diese Fälle immer eine gute Alternative zu Medikamenten. Auch wenn man es mal lange nicht anwendet, nimmt seine Wirkung nicht ab, da es über einige Jahre hinweg haltbar ist.

Teebaumöl richtig aufbewahren

Teebaumöl ist lichtempfindlich und wird daher meist in braunen Glasflaschen verkauft. Außerdem sollte es vor zu vielen Lufteinflüssen geschützt werden, da die Reaktion mit Sauerstoff schnell zu einer Minderung der Heilwirkung führen kann. Mit der richtigen Aufbewahrung kann das Teebaumöl für viele Jahre genutzt werden, ohne dass es an Wirkung einbüßt.

Studienergebnisse zu Teebaumöl

Da die Wirkung von Teebaumöl schon seit langer Zeit bekannt ist, unterlag das Öl schon vielen klinischen Studien. Dabei kamen unter anderem folgende Ergebnisse heraus:

  • Studie mit Patienten, die von Akne betroffen sind, belegt Wirkung bei Entzündungen auf der Haut und Akne
  • Studie mit Betroffenen, die an Fußpilz erkrankt sind, belegt Wirksamkeit bei Pilzerkrankungen der Haut
  • Studie mit betroffenen Patienten mit Zahnschmerzen belegt Wirksamkeit gegen Entzündungen und Plaque
  • Studie mit Betroffenen Herpespatienten belegt Wirksamkeit gegen Viren

Wo findet man qualitativ hochwertiges Teebaumöl?

Wie bereits beschrieben, ist es für die wirkungsvolle Behandlung mit Teebaumöl essentiell, dass hochwertiges und reines Öl verwendet wird. Man sollte daher beim Kauf darauf achten, dass das Öl von hoher Qualität und aus kontrolliertem Anbau ist. Gepanschtes billiges Öl ist zwar günstiger, aber bei der Anwendung nicht wirkungsvoll. Hochwertiges Teebaumöl bekommt man unter anderem in Reformhäusern oder Naturkostläden. Auch Apotheken bieten reines und hochwertiges Öl an. Will man auf Nummer sicher gehen, achtet man in erster Linie darauf, dass das Herkunftsland Australien ist. Außerdem muss das Öl aus dem " Melaleuca alternifolia" bzw. dem "Melaleuca Aetheroleum" gewonnen sein.

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Fazit

Teebaumöl ist für weniger schwere Erkrankungen, wie beispielsweise Akne, Entzündungen und Herpes ein echtes Allroundtalent mit hoher Wirksamkeit. Seine Wirkung wurde in vielen Studien bewiesen. Da es lange haltbar ist und bei richtiger Anwendung oft eine echte Alternative zu Medikamenten darstellt, gehört es in jede Hausapotheke.